Was ist zu tun, um Aalen klimapositiv zu machen?

was ist zu tun

 

„Nicht wer Berge versetzen will, sondern wer Steine ins Rollen bringt, kann die Welt verändern.“

Aalen soll bis 2035 klimaneutral werden!

Um dieses Ziel zu erreichen, soll die Stadtverwaltung Aalen bis zum Herbst 2022 einen entsprechenden sozial-verträglichen Aktionsplan mit einem konkreten Maßnahmenkatalog für die gesamte Kommune erstellen. Darin kann auch der per Gesetz bis Ende 2023 zu erstellende Wärmeplan enthalten sein. Teil des Aktionsplans soll eine jährliche Überprüfung sein, um bei Bedarf nachsteuern zu können. Die Ausarbeitung soll durch die Stadtverwaltung zusammen mit Expert*innen eines nachweislich fachlich geeigneten Planungsbüros unter aktiver Einbeziehung der Einwohner*innen Aalens erfolgen. Der ausgearbeitete Aktionsplan soll dem Gemeinderat zur Beratung vorgelegt und bei seiner weiteren Beschlussfassung berücksichtigt werden. Es sollte bereits in 2021 mit Sofortmaßnahmen begonnen werden, beispielsweise mit Programmen zur Förderung der nachhaltigen Mobilität und durch die Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Ebenso sollten alle städtischen Betriebe und alle Dezernate in die Erstellung von Umsetzungsvorschlägen starten und nicht erst auf die Ergebnisse des Ingenieurbüros warten.

Was ist zu tun…?

  • Treibhausgasemissionen auf nahezu Null senken, d.h. 11% jährliche Reduktion ab 2021 (abgeleitet aus den Annahmen des SRU)
  • Energie und CO2 -Bilanz erstellen und veröffentlichen
  • Dekarbonisierung transparent und für alle einsehbar darstellen
  • Alle Beschlüsse des Gemeinderats müssen Klimaneutralität beachten
  • Die Stadt schafft für die Bürger*innen die Rahmenbedingungen, um Klimaneutralität attraktiv zu machen und finanzielle Härten zu vermeiden.
  • Die Stadt Aalen wirkt auf Kreis, Land und Bund ein, damit die Rahmenbedingungen zur Finanzierung und Umsetzung von lokalen Klimaschutzmaßnahmen verbessert werden.

Energetische Sanierung

  • Heizwärmebedarf aller städtischen Gebäude reduzieren, wie im Klimaschutzgesetz -BW 2020 vorgeschrieben
  • Förderung privater und unternehmerischer energetischer Sanierung
  • Beratung über Fördermöglichkeiten für Bürger*innen und Unternehmen intensivieren
  • Wärmeplan der Stadt sozialverträglich gestalten

Ökologische und nachhaltige Stadtplanung

  • Neubauten mindestens mit geringstmöglichem Wärmebedarf (35kWh/m2) bauen – möglichst Aktivgebäude bei Industrie und Wohnen realisieren
  • Klimaneutrale Baustoffe fördern
  • Photovoltaik und/oder Solarthermie auf möglichst allen Gebäuden installieren
  • Regenwassernutzung bei Neubauten und wo möglich bei Bestand; notfalls Versickerung ermöglichen
  • Energiekonzept und Lebenszyklusanalyse für alle Bauvorhaben
  • Fruchtbare Zusammenarbeit von Stadt und Unternehmen bei klimawirksamen Vorhaben
  • Leerstand in der Stadt reduzieren, Begegnungsmöglichkeiten für Jung und Alt schaffen, Wohnen und Arbeiten und Freizeitgestaltung näher zusammenbringen.

Stadtklima und Klimaanpassung

  • Regenwasserrückhaltung durch Versickerungsflächen bei Neubauten und Bestand
  • Begrünung von Dächern und Fassaden bei öffentlichen und privaten Gebäuden fördern
  • Neue Grünflächen in der Innenstadt schaffen auch durch Rückbau der Versiegelung

Wärmenetze

  • Wärmeplan und Dekarbonisierungskonzept für alle Gebäude im Stadtgebiet erstellen, wie im Klimaschutzgesetz seit 2020 vorgeschrieben
  • Anreize zur Abwärmenutzung schaffen
  • Dekarbonisierung der Wärmenetze forcieren, Solarthermieprojekte und Umweltwärmepotenziale (Wärmepumpen) für das Fernwärmenetz realisieren.
  • Maßnahmen zur Effizienz entwickeln und etablieren
  • Die Stadt und ihre Eigenbetriebe ziehen alle Investitionen aus fossilen Energiegeschäften, soweit vorhanden ab

Erneuerbare Energie

  • Strom ausschließlich aus regenerativen Quellen. Die Stadtwerke reduzieren die Anteile fossiler Energie schrittweise auf null

Mobilität

  • Ausbau des ÖPNV auf mind. 30% zurückgelegter Wege bis 2030
  • Klimaticket für Neubürger*innen und Bürger*innen, die ihren PKW abmelden
  • Oberirdische Parkflächen werden zu Grün-, Radabstellanlagen oder Geh- und Radwegen umgebaut
  • Busse haben Vorfahrt: Busspuren, Busbeschleunigungen ermöglichen
  • Umgestaltung von Nebenstraßen, damit ungefährlicher Radverkehr stattfinden kann
  • Reduzierung der Individualmobilität durch Anreize und durch die Schaffung von nachhaltigen Mobilitätsstrukturen und durch Digitalisierung der Verwaltung
  • Einbindung der Bürger in die konkrete Umsetzung des Mobilitätspaktes Aalen-Heidenheim

Bildung

  • Schlüsselberufe und Weiterbildungen für die Ermöglichung der Energiewende durch die lokalen Wirtschaft, durch Zuwendungen und politische Initiativen in Kreis, Regionalverband fördern gemeinsam mit den Bildungseinrichtungen
  • Förderung bürgerschaftlichen Engagements durch eine Plattform, die Vernetzung in Stadt, Kreis und Region mit der lokalen Wirtschaft ermöglicht